Finanzielle Unterstützung der gemeinnützigen Edeka Stiftung sichert Reisen der Lebenshilfe.
Generalstreik in Griechenland, nichts geht mehr. Das ist nur eines der aufregenden Erlebnisse, die die rund 60 Teilnehmer auf den von der Lebenshilfe Minden angebotenen Fahrten hatten. Acht besondere Reisen, abgestimmt auf die Besonderheiten ihrer Teilnehmer. Das Reisejahr 2010 endet mit einem Jubiläum. Anlässlich der 20. Sylvester-Party geht es direkt in den Naturpark am Steinhuder Meer.
Ohne ‚Finanz-Spritze‘ wäre diese Art des Reisens nicht möglich. „Deshalb geht unser besonderer Dank an die gemeinnützige Edeka Stiftung, die es uns ermöglicht, eine hauptamtliche Reiseleiterin zu beschäftigen“, sagt Jochen Rogmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe. Nicht nur für 2010 seien Mittel vom Kuratorium bewilligt worden, so Andreas Laubig, Pressesprecher der Edeka Minden-Hannover. „Inzwischen blicken wir hier auf eine langjährige Unterstützung der Lebenshilfe zurück, die wirklich als nachhaltig zu bezeichnen ist.“
Die Reiseplanungen für 2011 sind angelaufen. Im kommenden Jahr ist die Landeshauptstadt Stuttgart eines der Ziele. „Damit führen wir das Thema Städte der einzelnen Bundesländer fort“, sagt Roswitha Friedrich. Vor Ort gestaltet sich das so: „Wir erkunden, welche Sehenswürdigkeiten und Angebote es gibt. Nach dem gemeinsamen Frühstück planen wir zusammen den Tag.“ Das mache Mut, selbst Kontakt mit fremden Menschen aufzunehmen, so Friedrich.
Generell sieht die Reiseleiterin und Betreuerin der Lebenshilfe Minden keinen Unterschied zu anderen Reisen. Allerdings: Diese Art von Urlaub kann kein normaler Reiseveranstalter anbieten. Denn die Teilnehmer stellen ganz eigene Ansprüche. So ist eine bestimmte Barrierefreiheit Grundvoraussetzung für die Auswahl der Reisemittel und der Unterkunft. „Mit uns machen körperlich und geistig behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene Urlaub. Da sind ein entsprechendes stilles Örtchen und ein rollstuhlgerechter Zugang nur zwei wichtige Punkte.“
Wenn es also 2011 nach Cuxhaven, Heringsdorf auf Usedom, Eisenach sowie Lübeck geht, müsse auch das Verständnis vor Ort für Menschen mit Behinderung passen. So wird beispielsweise die Unterkunft in Sahlenburg seit vielen Jahren angesteuert. „Die dortige Leitung des Hauses, das Ehepaar Schönleber, und wir sind ein eingespieltes Team. Ein und dasselbe Ferienziel ist zudem prima für Mitreisende mit großen Umstellungsschwierigkeiten auf eine andere Umgebung geeignet – was zur Folge hat, dass es Jahr für Jahr eine Warteliste gibt.“
Wohin die nächste Fernreise geht, steht derzeit noch nicht fest. Einen entsprechenden Reiseprospekt wird es Anfang Dezember geben. Er ist über die Lebenshilfe Minden erhältlich. Noch bis Mitte November sind Anmeldungen für die Jubiläums-Sylvesterfahrt vom 30. Dezember bis 1. Januar nach Mardorf möglich, Telefon: (05 71) 9 74 05 00.