Dies ist das Motto des
Internationalen A-Jugend-Turniers.
Dies ist auch das Motto des Internationalen
Lebenshilfe-Cups des TuS Stemwede.
Im fünften Jahr in Folge sind auch unsere Kicker der Lebenshilfe Minden zum Turnier eingeladen, und es gilt den Erfolg des vergangenen Jahres, den Cup-Sieg, zu verteidigen.
Acht Mannschaften nehmen am Lebenshilfe-Cup teil, darunter Teams aus Bayeux in Frankreich und Enschede in Holland. Auch aus Herzberg in Brandenburg ist eine Mannschaft angereist – die Herzberger haben das Turnier schon vier Mal gewonnen – dazu Teams aus Stadthagen, Rinteln und Lübbecke.
Das Besondere dieses Turniers:
gegen unbekannte und internationale
Teams zu spielen,
der festliche Rahmen mit Aufmarsch der
Mannschaften vor Hunderten Zuschauern,
Abspielen der Nationalhymnen,
Bekanntgabe der Spieler über Lautsprecher.
Als sportlichen Grundsatz für das diesjährige Pfingstturnier gibt der Trainer, Johannes Nakath, seinen Spielern nur drei Anweisungen mit aufs Spielfeld: Fairplay (alle gegnerischen Spieler verlassen nach Spielende gesund den Rasen!), vollkommene Konzentration aufs Spielgeschehen sowie Teamgeist, d.h. es ist völlig unwichtig, WER das Tor erzielt! (Wobei das so unwichtig doch nicht ist, denn der Veranstalter wird den besten Torschützen des Turniers mit einem Pokal auszeichnen, aber das sollten die Spieler noch nicht erfahren.)
Die Auswirkung dieser Taktik erleben wir schon im ersten Vorrunden-Spiel am Donnerstag vor Pfingsten in Stemwede: Die Mannschaft der Lebenshilfe Lübbecke wird mit fairer, konzentrierter Geschlossenheit mit 11:0 überlaufen. Noch schlimmer erwischt es die Sportfreunde aus Frankreich: 13:0 gegen Bayeux. Dann das letzte Vorrunden-Spiel gegen die Herzberger, gegen die wir vor zwei Jahren im Endspiel gescheitert sind und im letzten Jahr das Finale nur im Elfmeter-Schießen gewannen: Diesmal gibt es ein 3:0 für die Lebenshilfe Minden.
Als Tabellen-Erster der Vorrunden-Gruppe B spielen wir am folgenden Tag im feinen Stadion von Wendthagen im Sonnenschein im Halbfinale gegen den Zweiten der Gruppe A, Lebenshilfe Rinteln. Wieder mannschaftliche Geschlossenheit, Fairness, beständige Konzentration und ein 9:0. Damit haben wir zum fünften Mal hintereinander das Endspiel erreicht, das am Pfingstsonntag vor dem Endspiel des A-Jugend-Turniers vor 3200 Zuschauern in der Stemweder Sportanlage stattfindet.
Pfingsten, Fussball, Leidenschaft und hier ist der Nervenkitzel den Spielern nicht mehr zu nehmen. Wieder geht es gegen die Herzberger, die ihr Halbfinal-Spiel gegen Stadthagen gewonnen haben.
Wieder Einmarsch, Musik, Ansage, Fotografen und Kameraleute. Die Spieler wollen es besonders gut machen, sind übermotiviert, wirken nervös. Aber auch bei den Brandenburgern läuft nicht alles rund, und unser Kevin kommt frei zum Schuss, flach in die rechte Ecke. Nur zwei Minuten darauf, unhaltbar für Herzbergs Torhüter, Bennis Torpedo aus zweiter Reihe unter die Latte.
Doch in der zweiten Hälfte, fast wie aus Verzweiflung, ein Weitschuss auf unser Tor. Timo erwischt das Leder nicht mit dem Kopf, unser Keeper Michael hält die geballten Fäuste zu weit links: Tor für Herzberg. Und die schöpfen Hoffnung! Das Spiel ist nun ausgeglichen, unsere mannschaftliche Geschlossenheit schwindet, es kommt zu Fehlpässen. Für die nächste Gelegenheit, wenn der Ball im Aus ist, plant der Trainer den Stürmer Maxim auszuwechseln. Doch dieser wendige, dribbelstarke Spieler erkämpft sich noch einmal das Leder, fasst sich ein Herz, umspielt zwei, drei Gegenspieler und schiebt den Ball am Keeper vorbei ins Netz. 3:1, und Maxim darf das Spiel über die letzten Minuten zu Ende spielen.
Der Schlusspfiff geht in Jubel unter, es folgen Glückwünsche von allen Seiten, aus den Lautsprechern dröhnt Musik. Die langen Gesichter der Herzberger erinnern an unsere langen Gesichter, als wir in drei aufeinander folgenden Jahren hier das Endspiel verloren haben. Doch heute strahlen unsere Gesichter, so ist das im Sport.
Heinrich Borcherding, früherer Landrat, überreicht vor der vollbesetzten Tribüne Spielführer Maxim den von ihm gestifteten Siegerpokal. Der Pokal für den erfolgreichsten Torschützen des Turniers überreicht er unserem Benni. Und auch der große Wanderpokal geht wieder mit nach Minden und nimmt für ein weiteres Jahr den Ehrenplatz ein in der Pokalsammlung unseres Geschäftsführers und großen Fußballfans Jochen Rogmann. Er hat mit seiner Familie und mit seinen Freunden unser Endspiel begleitet: dieses Rasseln, dieses Anfeuern, dieser Torjubel … Lebenshilfe Minden, DAS ist Fußball!